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  • Neurochirurgische Kinderklinik in Kiew

    Da das Hauptaugenmerk unseres Vereins immer den Kindern galt, die am meisten unter den Folgen jeglicher Katastrophe zu leiden haben und deren gerade erst beginnende Lebensperspektive am nachhaltigsten beeinträchtigt wird, haben wir in den zurückliegenden Jahren als Schwerpunkt unserer Bemühungen die Neurochirurgische Kinderklinik des Professor Jurij Orlov in Kiew unterstützt. Diese bis vor wenigen Jahren einzige Kinderklinik dieser Art in der Ukraine bedurfte angesichts der deutlichen Zunahme von Missbildungen am Zentralnervensystem nach der Reaktorkatastrophe von 1986 der besonderen Unterstützung.

    Prof. Juri Orlov

    Prof. Juri Orlov

    Jahr für Jahr konnten wir diese Klinik zu einem Zentrum für neuro-chirurgische Eingriffe an Kindern aufbauen, das sich getrost messen kann mit westeuropäischen Einrichtungen. Betten, Einrichtungsgegenstände, Narkosegeräte, Sterilisatoren und Inkubatoren wechselten im Laufe der Jahre den Besitzer. Die Versorgung mit medizinischen Einmalartikeln gehört zur Routine. Im März 2002 konnten wir Professor Orlov ein hochwertiges Neuroskop für diffizile Eingriffe am Zentralnervensystem von Kindern übergeben und im März 2004 die Ausstattung der Klinik durch ein Operationsmikroskop ergänzen. Die Klinik genießt einen sehr guten Ruf in der Ukraine und kann die kleinen Patienten kostenlos behandeln, solange die Vorräte aus der humanitären Hilfe aus der Oberpfalz reichen.

    Die Neurochirurgische Kinderklinik hat 30 Betten in Einzelzimmern für Neugeborene und eine Kinderabteilung mit ebenfalls 30 Betten für Kinder mit schweren Schädel-Hirn-Erkrankungen. 6 Ärzte (5 Neurochirurgen und 1 Kinderarzt) sowie 15 Krankenschwestern und 15 Krankenpfleger versorgen die kleinen Patienten.

    Im Jahr 2003 wurden in der Klinik 571 Kinder behandelt und 508 Operationen durchgeführt (158 Tumore an Gehirn oder Rückenmark, 160 Hydrocephali, 70 angeborene Missbildungen am Nervensystem, vor allem spina bifida, 71 angeborene Schädel-Hirn-Traumata, 49 Erkrankungen anderer Pathologie).

    In dieser Klinik gelang durch die Bereitstellung spezieller Instrumente durch unsere Aktionsgruppe der Aufbau einer kleinen Produktion von Shunts zur Verwendung in der Neurochirurgie. Auch die Herstellung medizinischer Instrumente konnte hier aufgenommen werden. Auf dieses Exempel von Hilfe zur Selbsthilfe sind wir besonder stolz.

    Seit 1994 wurde von unserem Verein für die gesamte Neurochirurgie Kiew (400 Betten) eine Zentralsterilisation aufgebaut, laufend erweitert und verbessert. Die Anlage umfasst fünf Sterilisatoren. Sie wird jährlich von unseren Mechanikern überprüft.

  • Dr. Yuri Orlov verstarb am 30. Oktober 2015 zu unser aller Bedauern. Die folgenden Lebensdaten geben Auskunft über seine großen Verdienste.

    Yuri Alexandrovitch Orlov
    Habilitierter Doktor der Medizin Professor Yuri Alexandrovitch Orlov , der Abteilungsleiter für Kinderneurochirurgie im Institut für Neurochirurgie der Nationalakademie der Medizinwissenschaften der Ukraine der Hauptkinderneurologe des Ministeriums für Gesundheitswesen der Ukraine, der Nationalpreisträger auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik, der Präsident der Ukrainischen und Eurasischen Assoziation der Kinderneurochirurgen ist am 30.10.2015 gestorben. Er war 74 Jahre alt und war tätig fast bis zu seinem Tod.
    Nach der Beendigung der Medizinischen Hochschule in Winnitsa 1965 studierte er als Aspirant im Institut für Neurochirurgie in Kiev, wo er sein ganzes Leben zuerst als wissenschaftlicher Assistent (1968 – 1980) und dann als wissenschaftlicher Oberassistent (1980-1989) und seit 1990 als Abteilungsleiter für Kinderneurologie bis zu den letzten Tagen seines Lebens tätig war . Im Jahre 1968 promovierte Yuri Orlov die Inauguraldissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Medizinischen Wissenschaften “ Schwierigkeiten und Fehler bei der Diagnostik der Ebene der Eingrenzung der extramedullären Geschwülsten“. Im Jahre 1984 erlangte er den Doktortitel «Traumatische intrakranielle Blutungen bei älteren Patienten und Senioren“.
    Drei Jahre lang, von 1980 bis 1983 war Yuri Orlov dienstlich in Algerien und arbeitete als Neurochirurg und Lehrkraft in der Neurochirurgischen Klinik an der Universität der Stadt Oran. Seit 1986 bis 1999 war er wissenschaftlicher Sekretär des Specialrates am Institut für Neurochirurgie. Dank der Bemühungen von Yuri Orlov wurde die pädiatrische Neurochirurgie im Jahre 1997 zum selbständigen separaten Fachgebiet, dadurch ermöglichte man in der Ukraine pädiatrische neurochirurgische Stellen zu schaffen, sowie die Schulung, Attestation und Weiterbildung von Fachleuten durchzuführen und sicherlich die Qualität der neurochirurgischen Betreuung von Kindern zu verbessern.
    2009 wurde die Assoziation der Ukrainischen Kinderneurochirurgen geschaffen, deren Präsident Dr. Yuri Orlov gewählt wurde. Er unterstützte allseitig die Schaffung der neurochirurgischen Zentren in der ganzen Ukraine. Über 300 Betten stehen jetzt für Kinderneurochirurgie zur Verfügung. Die Abteilungen für die Kinderneurochirurgie funktionieren in Winnytsa, Dnipropetrovsk, Kiev, Odessa, Kharkiv, Kherson. In den Kinderkrankenhäusern stehen die Betten für neurochirurgische Kranken, arbeiten Kinderneurochirurgen. Jährlich werden mehr als 12 000 Kinder von den qualifizierten Neurochirurgen behandelt. Mehr als 20 000 Konsultationen pro Jahr werden an die Kinder am Institut für Neurochirurgie gegeben. Das Institut arbeitet mit den führenden neurochirurgischen Kliniken der Welt mit.
    Im 1991 wurde unter Leitung von Dr. Yuri Orlov das Forschungslabor “Das neurochirurgische Kinderzentrum“ geschaffen. Es wurde die Technologie der liquorshuntierenden Silikonklappensysteme für die Behandlung der Hydrocephalus ausgearbeitet und ihre Produktion organisiert. Für die Erfüllung des wichtigen wissenschaftlich praktischen Themas ”Implantierte Einrichtungen für die Behandlung der ZNS Erkrankungen :wissenschaftlich-technische Ausarbeitung, Produktion und Anwendung an den medizinischen Einrichtungen“ wurde Professor Orlov mit anderen Wissenschaftlern mit dem Staatsauszeichnung der Ukraine auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik ausgezeichnet. Mehrere Jahre war Professor Orlov Mitglied des Expertenrates der Akademie der Wissenschaften der Ukraine, der Redaktionskollegien von vielen In- und Auslandszeitschriften, der Europäischen und der Weltgesellschaft der Kinderchirurgen. Unter seiner Leitung wurden eine Habilitationsschrift und 10 Doktordissertationen erfüllt. Er nahm an den neurochirurgischen Konferenzen als Lektor und teil. Zahlreiche Monographien und Lehrbücher in verschiedenen Aspekten der Kinderneurochirurgie wurden zu Handbüchern für junge Fachleute.
    Yuri Orlov war ein intelligenter , wohlwollender, verständnisvoller Mensch. Hoher Professionalismus, riesige Erfahrung, seine menschlichen Eigenschaften machte ihn zum führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Kinderneurochirurgie in der Ukraine und im Ausland.
    Quelle:
    Laut Materialien aus der ukrainischen Zeitschrift für Neurochirurgie

  • Kreiskrankenhaus Narodytschi

    Der neue Rettungswagen für das Krankenhaus Narodytschi

    Der neue Rettungswagen für das Krankenhaus Narodytschi

    Die Stadt Narodytschi liegt im Gebiet Zitomir. Große Teile der Stadt wurden durch die Katastrophe von Tschernobyl 1986 durch radioaktive Strahlung kontaminiert. Die Stadt liegt in der Verstrahlungszone 2. Die Einwohnerzahl beträgt zur Zeit etwa 10.000 Personen. Das Krankenhaus verfügt über 57 Betten. Die Entbindungsstation wurde 2013 geschlossen und nach Owrutsch verlegt. Die Aktion Tschernobyl unterstützt das Krankenhaus und die Bevölkerung seit 1993. Es wurden umfangreiche Ausrüstungsgegenstände für das Krankenhaus geliefert und die Infrastruktur des Krankenhauses verbessert. 2012 konnte ein neuer Rettungswagen dem Krankenhaus übergeben werden.

    Chefärztin des Zentralen Kreiskrankenhauses: Maria Iwaniwna Paschtschuk

  • Kreisklinik Uljanowka

    Abladen eines LKWs vor dem Krankenhaus Uljanowka

    Abladen eines LKWs vor dem Krankenhaus Uljanowka

    Die Stadt Uljanowka liegt an der Autobahn zwischen Kiew und dem Schwarzen Meer, etwa 200 Kilometer nördlich von Odessa. Der Kreis Uljanowka hat etwa 30.000 Einwohner, das Krankenhaus 120 Betten. Früher war in der Stadt eine große Zuckerfabrik. Jetzt besitzt die Stadt keine Industrie mehr, nur landwirtschaftliche Betriebe. Die Arbeitslosigkeit der Jugend ist sehr hoch. Seit 1993 versorgen wir die Klinik und das Rote Kreuz mit humanitärer Ware, um die Situation für die Bevölkerung zu verbessern.

  • Bezirkskrankenhaus Jagotin

    Sterilisationsanlage im Bezirkskrankenhaus Jagotin

    Sterilisationsanlage im Bezirkskrankenhaus Jagotin

    Jagotin ist seit 1994 Ziel des jährlichen Hilfskonvois sowie zahlreicher Inspektionsbesuche Dr. Zieglers. Das Krankenhaus der Kleinstadt, ca 180 Kilometer östlich von Kiew, hat die 60.000 Einwohner des Bezirks medizinisch zu versorgen und ist dank der Hilfe aus der Oberpfalz hinsichtlich Ausstattung und Apparaturen ein Vorzeigekrankenhaus der Region. Chirurgisches und gynäkologisches Operationsinstrumentarium, ein Rettungswagen, Inkubatoren, Operationstische, Sonographiegeräte stellen die Grundversorgung der Bevölkerung sicher. Als Dank wurde Dr. Ziegler im Jahre 1999 die Ehrenbürgerwürde der Stadt verliehen.

    Seit 1994 bemüht sich die Aktion Tschernobyl im Krankenhaus eine gut funktionierende Sterilisationsabteilung aufzubauen. In der Zwischenzeit sind fünf Sterilisatoren installiert und werden jährlich von Fachleuten aus Deutschland gewartet. Ein Mitarbeiter der Abteilung war zur Ausbildung in einer entsprechenden deutschen Institution.

  • Zentrales Kreiskrankenhaus Gaiwaron

    Das Krankenhaus verfügt über 177 Betten mit sieben medizinischen Fachrichtungen. Das Krankenhaus liegt etwa 220 Kilometer westlich von Kirowograd und versorgt 42.000 Einwohner. In diesem Haus haben wir begonnen, eine Zentralsterilisation aufzubauen, die wir voraussichtlich im Jahr 2014 fertigstellen können. Außerdem bekam das Krankenhaus eine umfassende Versorgung mit chirurgischen und internistischen Geräten.

  • Klinikum Slawutytsch

    Ein Teil des Konvoi-Teams 2013 vor dem Krankenhaus Slawutytsch

    Ein Teil des Konvoi-Teams 2013 vor dem Krankenhaus Slawutytsch

    Die Stadt liegt in Oblast Kiew, an der Grenze zu Weißrussland. Die Stadt und das Klinikum wurden ab 1986 als Ersatz für die Stadt Prypjat, die 1986 evakuiert werden musste, erbaut. Die Einwohnerzahl beträgt zur Zeit etwa 25.000. Das Krankenhaus umfasst 180 Betten. Die Aktion Tschernobyl unterstützt diese Klinik seit 2013.